Norwegen-Angelfreunde

  
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Norwegen-Angelfreunde, Freunde geben Auskunft
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  1. #7
    Angelfreund Avatar von norway-fan
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    Tag 3: wieder gemütliches Frühstück. Dann ab in die Floatinganzüge und an den Untiefen südwestlich vom Malangen. Auf unterschiedliche Gummigrößen kamen 2 Dorsche, unerwartet gab es einen Überbeisser an einem kleinen Pilker , der zum Besorgen von Köderfisch dienen sollte. Kurz vorm Boot ging er ab. Der Wind frischte auf, die Wellen wurden höher. Wir suchten Schutz im Süden von Edoya. 1 Rotbarsch, einige Dorsche und 3 nicht verwertete Bisse auf Toten Köfi.
    Nach dem Filetieren gab's den Rotbarsch zum Abendessen. Dann nochmals raus. Auf einem 13 m Berg stand Futterfisch. ein Zappler verging sich am Pilker und kurze Zeit später Rute krumm. Ein 95er Dorsch wurde ins Boot gehoben.
    Der gleiche Berg nochmal 2x überfahren, aber nichts Zappler am Bergmann und an den anderen Ruten ging auch nichts. Positionswechsel Richtung Tussoya. Es ging nichts. Wir waren gerade am Feierabend machen, als mein Vater noch einen Dorsch auf Überbeisser bekam. Ab nach Hause zum filetieren.
    Feierabend.
    Whisky.22:45 Die Sonne scheint
    Gruss an Kay vom Kay in Sommaroy

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    barrafan (18.07.2019),bezet (18.07.2019),Hossa (13.07.2019),Jürgen Chosz (18.07.2019),puffin (18.07.2019),Rapeda (18.07.2019)

  3. #8
    Angelfreund Avatar von norway-fan
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    Tag 4: Stärkerer Wind vorhergesagt. Wir gewöhnen uns an den Luxus des Hotelfrühstücks und und entscheiden uns für windgeschützte Lagen. Ein Fehler, wie sich später herausstellt.
    Wir starten in der Sandvika mit Gummifisch und Pilker, nichts. Mehrere Driften - nichts. Daraufhin fuhren wir aus Sandvika raus zur Stelle,wo am Vortag der grosse Drosch biß. Ein kleiner 60er Drosch ging auf Überbeisser. Aus Verzweiflung nahmen wir ihn mit. Als der Wind auffrischte, sind wir zurück in die Sandvika. Andere StartPosition gesucht, Drift, nix . Neuer Versuch, Hänger in 10 m Tiefe. Wie kann das sein in einer Sandbucht? Da aber keinerlei Bewegung zu spüren war, muss es wohl so sein. Beim Lösen des Hängers mit direktem Zug, kam noch ein Küchendorsch an die Oberfläche.
    Filetieren lohnt heute kaum.
    Abends nochmal in den windgeschützten Bereich südöstlich von Edoya und Kvalen. Noch 1 Dorsch.
    Feierabend. Whisky. Morgen ist auch ein Tag und wir werden mutiger

    Tag 5: Wind morgens 6 bis 8 m/s. Ab Mittag 11m/s aus Norden. Wir zeigten Mut und fuhren nördlich von Edoya in ein Untiefengebiet. 1. Drift: 12 Dorsche , auf unterschiedliche Methoden. Bergmann, Toten Köfi, kleine Pilker.
    2. Drift etwas versetzt. 2 Ruten mit Köfi, 1 mit Pilker. Während meine faule Rute im Wasser hing, nahm ich die Fische der 1. Drift aus.
    Ein Biss mit Spuren am Fisch. Sonst nichts.
    3. Drift wieder anderer Startpunkt: 3 Dorsche .
    Der Wind frischt auf, die Wellen schaukeln das Boot durch. Wir fahren südlich von Edoya. Das Echolot zeigt Futterfisch. Der Bergmann kommt nicht durch. Es zappelt. Kurze Zeit später Biss. Hier im Norden beissen selbst die 70er Fische auf Überbeisser.
    Nach dem Fiketieren gabs Fisch mit Knobi. Danach eine Wanderung auf den Berg Hillesøytoppen. Der Auf- und Abstieg kam Bergsteigen sehr nah. Die Lunge pfiff LaPaloma.
    Herrlicher Ausblick hier oben war die Belohnung.
    Morgen wieder starker Wind vorhergesagt.
    VG,
    Kay

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    barrafan (18.07.2019),bezet (18.07.2019),Fuzzi (18.07.2019),Jürgen Chosz (18.07.2019),puffin (18.07.2019),Rapeda (18.07.2019)

  5. #9
    Angelfreund Avatar von norway-fan
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    Tag 6:
    Wir starteten wieder nördlich von Edoya, vereinzelt ein paar Dorsche, aber nicht die Stelle, wo es richtig "knallt".
    Wir suchten dann das von Kingfisher als "4" markierte Gebiet auf- 3 verschiedene Driften über das Gebiet. 1 Angler mit toten KöFi, 1 mit Fetzen am Pilker und 1 "aktiver" Pilker. Ergebnis war 0.
    Stellungswechsel über den Malangen übergesetzt, ins Flache.
    In Summe sind wir mit 7 Dorschen nach Haus.

    Abends haben mein Vater und ich es gezielt auf Butt in der Sandvika probiert. Jeder von uns hatte einen Köhler als Flatterköhler als Köder. Ich hatte die Waterwolf bei einer Drift davorgeschalten. Bei der Auswertung war kein Fisch zu sehen.
    In einer Drift bog sich meine Rute. Hänger! Doch mit ein wenig Pumpen kam der Hänger hoch. Ich kämpfte wie ein Mann. Doch ein Butt? Ein Fauler? Zum Vorschein kam eine Maschendrahtmatte. Wir nahmen unseren "Fang" zur waidgerechten Entsorgung.
    Auf den letzten Metern unserer letzten Drift biss es vorsichtig bei meinem Vater. Da wir aber verdammt nah ins Flache kamen, kurbelte er langsam ein, um den finalen Biss zu provozieren. Vom Köhler hing nur noch der Kopf am Haken.

    Tag 7: Letzter Tag. Wir fuhren über den Malangen an Unterwasserberge um die 14/17m und konnten ein paar Dorsche landen. Wir kreuzten eine Strömungsrinne, die ideal für Heili scheint. Aber kein Dorsch, kein Fisch.
    Umsetzen. Nochmal ein paar Dorsche.
    Langsam Schluss machen. Boot und Fische säubern. Noch 15 min dann brechen wir auf.
    Zack. Die Rute bei meiner Frau krumm. "Hilfe". "hilft mir mal jemand". Ich hatte es nicht ernst genommen.
    Ich hob dann die Rute beim Pumpen mit hoch. Mein Vater musste herzhaft lachen bei dem Anblick. "wieviel Schnur noch?"
    " ca 50 m". Und so arbeiteten wir Meter für Meter und hatten Spass. Ein 86er Butt durfte an Board. Selbst nach dem Betäubungsschlag und Kehlen wollte er aus dr Kiste flüchten. 2. Kiste als Abdeckung oben drauf, ein Eimer Wasser rein und es rappelte immer noch...
    "Na gut, nur noch 15 min" - Irgendwie erinnert mich dieses Zeitmanagement an die letzten Tage der vergangenen Urlaube...
    Biss beim Ablassen im Mittelwasser. Seelachs? Nein ein Lumb. Das war unser letzter Fang und wir fuhren nach Haus. Den Termin der Bootsübregabe im Nacken.

    Fische filetieren. Gefriertaschen wiegen. Knapp 3 kg Luft bis zum 60kg Limit. REICHT.
    Taschen packen. Kontrollwiegen. 2 Kühltaschen mit 8 und 9,5 kg müssen in die Koffer. Passt.
    2 Räucherlachsseiten noch von Ketil gekauft.

    Tag 8: Ein letztes Frühstück im Hotel. Mittlerweile hat sich das Bezahlen des Frühstücks als running gag für mich herausgestellt. Bei 6 von 7 Bezahlvorgängen musste ich dem jeweiligen Kassierer erklären, dass unser Frühstück 40 NOK pro Person weniger kostet, als er abrechnen wollte. Ich nahm jeweils die Rechnung vom Vortag mit, um den "ausgehandelten" Preis zu belegen.
    08:15 kam unser Taxi und fuhr uns zügig nach Tromsö. In Oslo hatten wir 5 Stunden Aufenthalt. Ein bißchen dösen und shoppen und mit den Jungs von Senja schwatzen. Pünktlicher Abflug in Oslo und ebenso pünktliche Ankunft in Schönefeld.
    Alle Gepäckstücke und vor allem die Gefrierboxen kamen an. Heimfahrt. 22:00 zu Hause. Fisch in die Kühltruhe. Räucherlachs probiert und Bett.

    Heute komm ich mir vor wie im Jetlag.

    Es war ein super Urlaub. interessanes Gebiet. Herrliche Landschaft, Strände wie in der Karibik - nur mit 14 Grad weniger Wassertemperatur. Butt am ersten und am letzten Tag.

    Bei Gelegenheit fass ich den Bericht zusammen und füge Bilder ein und vielleicht schiebt ihn ein Mod an den Beginn des Threads

    Grüße an Ketil, Oli, André, Chris

  6. Folgende 8 Benutzer sagen Danke zu norway-fan für den nützlichen Beitrag:

    barrafan (18.07.2019),bezet (18.07.2019),Elchjäger (18.07.2019),Fuzzi (18.07.2019),Hasehern (18.07.2019),Jürgen Chosz (18.07.2019),puffin (18.07.2019),Rapeda (18.07.2019)

  7. #10
    Hamburger+Hardanger Fan Avatar von Jürgen Chosz
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    Vielen Dank für den ausführlichen Fangbericht

    Fisch in Norge ist nicht alles....das Land hat viel mehr zu bieten

    Den wahren Charakter eines Menschen erkennst du daran wie er mit dir umgeht wenn er dich nicht mehr braucht.









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