Norwegen-Angelfreunde

  
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Norwegen-Angelfreunde, Freunde geben Auskunft
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  1. #1
    Hilfreicher Angelfreund Avatar von hummi
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    Standard Yukon / Alaska

    So Freunde, wie ich es bereits angedroht habe werde ich mich mit meinem Mann dieses Jahr NICHT nach Norwegen begeben,was schon zu ersthaften Entzugserscheinungen geführt hat. Aber wir fliegen jetzte nach Alaska. Und da will ich euch auf dem Laufenden halten. Nein - es wird kein Angelurlaub. Das machen wir lieber nächstes Jahr wieder in Norge. Hier unsere Route:
    Hamburg / Frankfurt / Vancouver / Whitehorse und zurück. Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	frankfurt-vancouver.png 
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ID:	125672 Und dann fahren wir die " 8 " ,
    Whitehorse, Dawson City, Tok, Fairbanks, Anchorage, Tok, Whitehorse.

    alaska.pdf



    Unser Wohnmobil kommt dieses mal von Canadream und ist mt einer slide out Vorrichtung ausgestattet, die uns im Stand innen richtig Platz bringt. Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	camper.jpg 
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ID:	125674
    Sofern wir noch Zeit haben werden wir von Whitehorse am Ende der Reise noch zur Küste südwärts nach Skagway fahren, soll sehr schön da sein. Wir haben wenig Zeitstress eingebucht, da wir lieber einenTag länger da bleiben, wo es uns gefällt, als Kilometer "abzureissen".

    Also, wenn wir wlan haben da wo die Bären sind, dann berichten wir euch .
    Liebe Grüße, wir sind jetzt weg aus dem heißen Deutschland

    PS: Wettervorhersage : zwischen 16 Grad und 23 Grad..... fast Wintereinbruch im Vergleich zu Deutschland....
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    Geändert von hummi (10.08.2018 um 08:54 Uhr)

  2. Folgende 9 Benutzer sagen Danke zu hummi für den nützlichen Beitrag:

    Achim.M (28.08.2018),Ballast1 (06.09.2018),clausi2 (10.08.2018),fischfinder64 (07.09.2018),Fuzzi (10.08.2018),iceroom (10.08.2018),nugget102 (10.08.2018),Rapeda (10.08.2018),Wikingfischer (08.09.2018)

  3. #2
    *Moderatorin* Avatar von KirstenS
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    Das hört sich ja klasse an. Viele schöne Erlebnisse und kommt gesund wieder zurück.






  4. Folgender Benutzer sagt Danke zu KirstenS für den nützlichen Beitrag:

    hummi (10.08.2018)

  5. #3
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    Auf das euch die Bären nicht zu dicht auf die Pelle rücken!
    Einen schönen Urlaub mit tollen Eindrücken von Mensch und Natur wünsche ich euch

    Fisch in Norge ist nicht alles....das Land hat viel mehr zu bieten

    Den wahren Charakter eines Menschen erkennst du daran wie er mit dir umgeht wenn er dich nicht mehr braucht.








  6. #4
    aldri i fjord Avatar von puffin
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    Einen spannenden erlebnisreichen Urlaub wünsche ich euch!!!!!!
    Der Norden Amerikas steht bei uns noch auf der Wunschliste. Nur die Vorstellungen vom Arbeitgeber über die Länge des Urlaubes passen so gar nicht zu unseren Planungen! Da stehen noch harte Verhandlungen an!

    Torsten

  7. #5
    Hilfreicher Angelfreund Avatar von hummi
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    Ihr wundert euch sicher, dass ihr nichts hört und seht. Habe technische Schwierigkeiten, aber es kommt ein toller Bericht mit super schönen Fotos. Hummi

  8. Folgender Benutzer sagt Danke zu hummi für den nützlichen Beitrag:

    Jürgen Chosz (27.08.2018)

  9. #6
    Hilfreicher Angelfreund Avatar von hummi
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    hier nun der versprochene Bericht von unserem wundervollen und aufregenden Urlaub.
    Vorab: keine Angel in der Hand gehabt !
    Hummi

    PLANUNG
    so soll es sein:



    Hamburg
    Frankfurt
    Vancouver
    Whitehorse

    Motorhome





    Route



    wir fahren die "8", Zusammen sind wir dann bei 3300 km.





    Für die, dies lesen wollen , ein bisschen Erdkunde:
    Yukon/Alaska


    Yukon ist ein Territorium im äußersten Nordwesten Kanadas mit einer Fläche von 482.443 km². Im Westen grenzt das Territorium an Alaska (Vereinigte Staaten), im Osten an die Nordwest-Territorien und im Süden an die Provinz British Columbia. Der Arktische Ozean bildet die Nordgrenze. Etwa drei Viertel der rund 38.000 Einwohner (Mai 2016) leben in der weit im Süden gelegenen Hauptstadt Whitehorse. Von den Einwohnern des Territoriums zählt das für die Indianer zuständige Ministerium rund 9500 zu den 16 First Nations.
    Im Südwesten des Territoriums liegt der mit 5959 Metern höchste Berg Kanadas, der Mount Logan. Er ist nach dem 6190 Meter hohen Denali in Alaska der zweithöchste Berg Nordamerikas.
    Seit mindestens zwölf Jahrtausenden leben Menschen in Yukon. Für diese Zeit lassen sich die Vorfahren der heutigen Indianer nachweisen, die der athabaskischen Sprachfamilie angehören. Sie lebten bis Mitte des 20. Jahrhunderts nomadisch, wobei sie die Winter in immer denselben Dörfern verbrachten. Nach frühen Handelsbeziehungen, bei denen Pelze im Mittelpunkt standen, brachten Goldfunde am Klondike für kurze Zeit mehr als 100.000 Einwanderer in das dünn besiedelte Gebiet. Heute leben die Yukoner überwiegend von Tourismus, Rohstoffgewinnung und Dienstleistungen, die Jagd spielt nur noch bei wenigen indigenen Gruppen eine Rolle.

    Wir werden hier in Whitehorse landen und dann von hier aus relativ schnell Richtung Alaska ( westwärts) fahren.

    Alaska
    Alaska von aleutisch Alaxsxag „Land, in dessen Richtung das Meer strömt“ über russisch Аляска ist mit 1.717.854 km², von denen 1.481.346 km² auf Land entfallen, der flächenmäßig größte (etwa 20 % der Gesamtfläche), der nördlichste und westlichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika sowie die größte Exklave der Erde. Alaska hat die viertniedrigste Bevölkerungszahl aller Bundesstaaten (nur 0,22 % der Gesamtbevölkerung der USA). Die USA erwarben das Gebiet 1867 vom Russischen Kaiserreich; am 3. Januar 1959 wurde es der 49. Bundesstaat der USA. Alaska hat den Beinamen Last Frontier („Letzte Grenze“). Eine finanzpolitische Besonderheit stellt der Alaska Permanent Fund dar.

    ER GEHT LOS

    Der Tag vor der Abreise - Probleme....
    Naja, wer mich kennt, der ahnt, dass ich natürlich die Gelegenheit nutze, von zuhause aus einzuchecken. Also, heute -Sonntag- nach dem Frühstück freudestrahlend ans Tablet und aufdie Seite der Lufthansa zum einchecken. Angela aufgerufen, alles paletti,
    HH - Ffm. Ffm - Vancouver, dann Vancouver Whitehorse. Alles gut incl. Sitzplatzreservierung und online Visum nach Kanada. Dann Sönke. Einchecken alles ok, Sitzplätze alles ok ( er darf neben mir sitzen :-) ) und dann bricht das System alles ab, weil kein Visum da ist. ??????? Ich habe ja beim Erstellen der Visa vorsichtshalber alles ausgedruckt. Jetzt überprüfe ich alles nochmal. Kein Fehler. Lufthansa hotline in Frankfurt. Kann mir nicht helfen, muss ich morgen früh am Flughafen klären, sagen sie. Nochmal alles überprüft. Und dann habe ich den Tippfehler bei der Reisepassnummer gefunden. Nun stimmts. Wir sind eingecheckt, sitzen nebeneinander, haben nun auch die Koffer gepackt..... und gehen heute Abend erst nochmal chick essen. Bis bald.
    Die Reise nach Kanada

    In Hamburg klappte alles prima. Nach HH für 5 Euronen, da kann man nicht meckern. Am Flughafen gab es dann Verspätung des Fliegers nach FFM. , weil dort ordentlich Gewitter runtergingen. Sönke hat schnell seinen Kaffee in sich geschüttet, damit bei den Turbulenzen nix schief gehen könnte. Jetzt sitzen wir vor dem Jumbojet in Ffm. und warten auf den Abflug. Wir werden 9.55 h fliegen, dann 2 Stunden Pause und noch mal 2 Stunden. Und dann sind wir endlich da. Ich knipse jetzt erst mal ab.


    So. In Vancouver angekommen wollen wir euch nicht das schönste Bild von heute vorenthalten: wir fliegen über Grönland bei super Weter. Seht selbst...





    WHITEHORSE
    Heute haben wir nach einem kanadischen Frühstück Whitehorse angeschaut, da wir das Wohnmobil erst um 15 h übernehmen können. Wir sind zum Raddampfer SS KLONDIKE gefahren, haben dort auch noch ein Streifenhörnchen abgelichtet und warten nun im Hotel auf den Fahrservice. Dann werden wir eingewiesen, fahren einkaufen und dann los Richtung Norden.


    UNTERWEGS NACH DAWSON CITY
    Heute sind wir von Whitehorse nach Dawson City gefahren. Schlappe 550 km. War eigentlich nicht so geplant. Aber der Campground, den wir ansteuern wollten, lag direkt am Highway. Dachten wir. Als wir abbiegen kam nach 200 m ein Schild mit dem Hinweis: Befahren auf eigene Gefahr. Das hätte uns warnen müssen. Aber wir dachten ja, gleich um die Ecke ist es… Nach 10 Minuten Fahrt direkt in den Wald bekamen wir Bedenken. Da wir weder Telefonverbindung noch online Verbindung und Satellitenkontakt für das Navi hatten versuchte ich es mit der offline Karte Google Maps auf dem tablet. Hier sah ich dann, dass der Weg noch da 8 km in den Wald ging und weit und breit nichts als Wald war. Ok, der Wohnmobilanbieter hatte uns freundlicherweise Bärenabwehrspray mitgegeben, aber das mussten wir jetzt nicht testen. Als kehrt. Aber wie? Der Weg war so schmal, dass wir noch eine ganze Ecke fahren mussten, bis wir ein Stück fanden, wo wir ohne uns festgefahren wenden konnten. Also blieb uns nichts weiter übrig, als bis Dawson City durchzufahren, denn solo viele campground gibt’s nun auch nicht. Es ist hier jetzt 22.30 h, Sönke ist fertig mit dem Abwasch und ich kann jetzt duschen gehen ;-)



    DAWSON CITY

    Heute haben wir Dawson City besichtigt. CITY ist etwas übertrieben, aber es gibt mehr als 5 Straßen hier. Auf den Spuren der Goldsucher haben wir uns zurückversetzt gefühlt zur Zeit von Jack London und im General Store mit Lebensmitteln eingedeckt. Außen vermittelt die Fassade einen Hauch von Goldgräberstimmung, innen fühlt man sich baulich in die Zeit der Ex DDR erinnert. Das Sortiment lässt jedoch keine Wünsche offen, allerdings können wir weder Wurst noch Fleisch und Obst oder Gemüse einkaufen, da wir morgen die Grenze zu Alaska überschreiten und Mr. Trump etwas gegen den Import hat. Gleich haben wir einen Ausflug auf dem Yukon auf dem Zettel und werden berichten, falls wir nicht ins Wasser fallen.

    Nun sind wir zurück, sitzen in der Sonne und tauschen uns über den Bootsausflug aus. EinenmWeisskopfseeadler haben wir gesehen, Berichte über die Fische im Yukon und KLONDIKE, die hier zusammen kommen gehört und sind mit ca. 40 km über den Yukon gedonnert. War toll.




    ALASKA UND SCHWIERIGKEITEN
    Heute morgen sind wir von Dawson City aufgebrochen mit dem Ziel Alaska. Erster geplanter Zwischenstopp : Grenzübergang in die USA „Little Gold“. Der Weg führte uns über den Top of die World Highway in die Berge. Traumhaft schöne Landschaft, Wälder ohne Ende, Natur pur. Nach ca 65 km über Schotterpiste sahen wir in 300 m den Grenzübergang, als plötzlich ein lautes Geschepper und Rattern einen abrupten Stop erzwang. Beim Betrachten das Wohnmobils von aussen wurde mir etwas mulmig. Wir haben ja ein Slide out System, als wir können unser „Wohnzimmer" verbreitern im Stand. JETZT nicht mehr. Durch das Geruckel auf der Schotterpiste war irgendwas abgebrochen und die darüber liegende Schutz Folie flatterte munter im rauhen Wind. Ok, so konnten wir auf keinen Fall weiter fahren. Also: noch 200 m ganz langsam bis zum Grenzübergang. Als wir davor parkten (Parken verboten) kam ein muskelbepackter amerikanischer Polizist raus und fragte, was los sei. Wir erklärten ihm die Situation. Da es weder Telefonempfang noch internet gab ging ich mit ihm rein, um seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er wies mich erst mal zurecht, dass ich durch einen anderen Eingang als er gehen sollte. Drin durfte ich das Notfalltelefon der Polizei nutzen, um canadream Notruf zu informieren. An der Wand hing ein Bild von Trump, der mich anlächelte. Erinnerte mich wieder an die DDR Zeiten, wo überall von der Wand Honecker lächelte. Bei Canadream verstand ich kein Wort. Eine nette Polizistin kam mir zur Hilfe und sprach mit denen. Dann wurde ich verbunden mit der deutsch sprechenden Kollegin von canadream, die uns das Wohnmobil übergeben hatte. Ich erklärte ihr alles, und sie war froh, dass wir die Grenze noch nicht überschritten hatten. Nun sendet sie Hilfe aus Dawson City, die in ca 4 Stunden hier ist. Hoffentlich. Da die Grenzstation um 21 h geschlossen wird müssen wir im Notfall 100 m zurück nach Kanada und dort weiter warten. Unsere Planung ist dahin, und ausser Erdnüssen und Cornflakes haben wir nicht zu essen. Da ja nichts eingeführt werden durfte  Und draussen ist es windig und wir haben 11 Grad. Bin ich froh, das wir uns vorsichtshalber 2 Bettdecken haben geben lassen und zusätzlich 2 Wolldecken. Wenn wir hier oben ALLEINE übernachten – die Grenzstation ist ja geschlossen – wird das bestimmt spannend. Aber soweit kam es nicht. Ein total netter Monteur kam nach 3 Stunden angesaust, warf einen Blick auf den Schaden und behob ihn kurzerhand vom Dach seines Autos aus. Materialfehler, sagte er und grinste. Made in China. Anschließend gingen wir dann zu den Polizisten, die jetzt ausgesprochen nett waren und sogar auf die Einreisegebühr verzichteten, da wir schon genug Probleme hatten. Wir mussten zwar Fingerabdrücke und Fotos dalassen, aber das wars. Schickes Fotos und Einreisestempel inklusive.










    CHICKEN FAIRBANKS
    Heute haben wir Samstag. Wir haben nach dem Frühstück unsere Sachen eingepackt und haben kleine Örtchen Chicken verlassen Richtung Fairbanks. Vom Vermieter haben wir die Bestätigung erhalten, dass wir weiter fahren können. Also los. Erst mal sind wir in dem nächsten Dorf mit einem Shop einkaufen gewesen. Hungrig bleiben wir nicht mehr liegen. Wir fahren an vielen Flüssen und Seen entlang und lesen zur Mittagszeit, dass Elche besonders abends in feuchten Gebieten zu finden sind. Wollen wir ja unbedingt mal sehen. Als wir weiter fahren sieht Sönke ein Murmeltier, was sich schnell verdrückt. Ich war zu spät mit der Kamera. Dann fahren wir weiter, weit und breit nichts zu sehen außer Wälder, Flüsse und Seen. Plötzlich bremst Sönke hart ab. Ein Elch kommt von rechts aus dem Wald und will den highway überqueren. Als er uns sieht macht er aber lieber kehrt und haut ab. Besser für uns und ihn. Am Straßenrand haben wir gerade zwei junge Koyoten gesehen. Fehlen nur Karibous. Die werden jetzt bejagdt. Ist ja Wochenende und jeder, der ein Gewehr und ein Quad hat ist unterwegs.
    Jetzt haben wir 16 h und wir fahren ca. noch eine Stunde bis Fairbanks. Übrigens haben wir gestern getankt. 140 Liter. Und morgen müssen wir wieder tanken. Wieder 140 Liter.
    Gerade müssten wir nochmal anhalten. Elchkuh mit Zwillingen. Seht selbst.
    Heute ist Sonntag, wir machen einen Pausentag in Fairbanks. Die Stadt hat etwa 30.000 Einwohner und ist nach Anchorage die zweitgrößte in Alaska. Sie hat kaum was Interessantes zu bieten. Da Sönke s Kamera beim fahren von derBank gefallen ist suchen wir hier ein Geschäft für Kamerazubehör auf und kaufen ein neues Objektiv. Bei der Gelegenheit sind wir an der nächsten Tankstelle rechts ran und haben getankt. Pro Liter $ 3,40 ???? Ne, pro Gallone. Das sind ca. 1 € pro Liter . Dann haben wir noch Kleinigkeiten eingekauft und sind zurück zum RV Park . Unser Nachbar lud uns in seinen großen RV Bus ein, in dem er mit seiner Frau das ganze Jahr über lebt. Haus und überflüssiges Gerödel verkauft. Im Sommer in die kühleren Länder, im Winter in die warmen. Auch eine bemerkenswerte Philosophie.

    STEAKS
    MONTAG, wir machen uns auf den Weg von Fairbanks nach Süden Richtung Anchorage. Da unser Weg am Denali Nationalpark vorbeiführt, bestellen wir online Karten und werden morgen eine Tour mit einem Bus mitmachen. Der Park wird im Jahr von ca. 400.000 Besuchern frequentiert, einerseits wegen des Mount Mc Kinley ( früher Mount Denali), dem höchsten Berg Nordamerikas, andererseits wegen der vielfältigen Tierpräsenz im Park. Autos privat dürfen nicht rein, nur die Busse, die ähnlich wie Schulbusse aussehen. Auf dem Weg gen Süden kommen wir an einem Roadhouse in der Mittagszeit vorbei. Sönkes Kommentar: „geiles Steak".


    DENALI

    Heute ist Dienstag und wir wollen in den Denali Park. Leider ist das Wetter nicht ganz so schön wie die Tage zuvor. Wir haben 20 km nördlich übernachtet und nun die vorab online bestellten Tickets abgeholt. Wir fahren knapp 7 Stunden mit einem Bus in dem Nationalpark . Die am häufigsten gestellte Frage: did you see him? ….also den Berg, der fast immer von Wolken verdeckt ist, müssen wir auch verneinen. Aber wir sahen ganz viele große Karibous , Grizzlys, MAMA mit zwei erwachsenen Söhnen, riesig, Elchkuh mit Jungen, GRIZZLY Mann -auch furchterweckend und - of course – Squirrels -Streifenhörnchen- und die Hühner mit den weißen Füßen, wie immer die auch heißen.. Als wir die Bären vom Bus aus gesehen haben öffnete der Fahrer die Tür, damit man besser fotografieren konnte. Sönke und sein Nachbar stiegen natürlich aus. Da dort aber insgesamt 3 Bären waren und sie näher kamen, bat der Fahrer dann doch darum, ins Auto zu kommen. Ich war froh, als die Bustür wieder zu war...
    Gleich stellen wir noch ein paar Fotos zusammen, dann gibt’s was zu futtern und ab ins Bett. Morgen geht’s dann weiter Richtung Anchorage.





    AUTORENWECHSEL
    Autorenwechsel – Sönke bezwingt ab sofort die Tastatur

    Südwärts nach Anchorage
    Unser nächstes Etappenziel ist Anchorage, die größte Stadt in Alaska, Wirtschaftsmetropole und mit mehr als 300.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste. Bei miesem Wetter und kühlen Temperaturen fuhren wir ab. Es konnte nur besser werden. Und es wurde auch besser. Die Wolken wichen blauem Himmel und die Temperaturen stiegen auf 75 Grad – Fahrenheit. Vorbei an sehenswerter Landschaft und interessanten Details erreichten wir Anchorage gegen 17.45h Ortszeit. Mit der ADAC-Mitgliedschaft sparten wir mal glatt 10 % Übernachtungsgebühren. Der RV-Park in der Stadt bot vollen Service, Full Hook-Up. Die uns umgebenden Straßen unterstrichen den lebhaften Charakter der Stadt und die Einflugschneise des offenbar nahen Airports ließ die Langstreckenjets zum Greifen nah sein. Genau, morgen fahren wir weiter.
    Nächstes Etappenziel: Seward.




    GOLF VON ALASKA
    Seaside RV-Park in Seward
    Nach dem Check Out im Golden Nugget in Anchorage war erneut ein Tankstopp vonnöten. Für die letzten 640 km brauchte unser Wohnmobil mal eben 40 Gallonen Super. Da der Liter Super hier aber nur 73 Cent (Euro) kostet, war der Griff ins Portemonnaie zu verschmerzen. Wo kann man sonst so günstig tanken!
    Unweit der Tankstelle erkannte das geschulte Beamtenauge das Anchorage Police Department. Am Servicepoint ließ sich die freundliche Dame nicht lang bitten und tauschte das begehrte Abzeichen. Die Fahrt nach S0den konnte weitergehen. Das Wetter blieb wechselhaft, aber die scheinbar grenzenlose Landschaft entschädigt immer wieder. Nach rund 130 Meilen erreichten wir Seward. Hier endet auch der Highway. Wir haben einen Stellplatz unmittelbar am Golf von Alaska. Morgen soll das Wetter besser werden. Für morgen haben wir eine mehrstündige Sightseeing-Tour mit dem Boot gebucht. Wir werden berichten.
    Am Hafen landeten die Hobbyangler gerade ihre Halibuts an. Riesig, die Burschen. Dagegen wirkt eine Ostsee-Scholle eher zierlich und verkümmert. Grund genug aber, auf den Rat unserer Platznachbarn in Thorn's Showcase Lounge die besten frittierten Halibut-Stückcken unseres Lebens zu essen. Mal abwarten, was der Freitag so bringt. Bis denn dann.


    SEWARD
    Der Campground lag direkt am Wasser. Es war total ruhig. Bis 3.30 h. TUUUUUUUUUT. Dann nochmal durchdringend TUUUUUUUUT. Und nochmal. Wir fielen fast aus dem Bett. Was war denn da los? Sönke schob das Rollo hoch und lugte raus. Ein Kreuzfahrtschiff etwa wie die Colorline lief ein, gefühlt drei Meter neben uns, und da dichter Nebel war machte es sich eben bemerkbar. Na bei dem Wetter fällt unsere Bootstour bestimmt ins Wasser, dachten wir und drehten uns wieder um. MIST. 200 $ vergeigt. Als wir um 8 h aufstanden konnten wir vor lauter Nebel noch nicht mal unseren Nachbarn auf dem Campground sehen. Naja, erst mal frühstücken. Wir sollten um 10.30 h abgeholt werden, und pünktlich um 10 h lupfte die Sonne die Wolken weg und ein wunderschöner Tag begann. Wir holten die Tickets und fuhren mit der Nunatak raus. Draußen war es recht frisch. Angela hatte zwei Shirts und zwei Jacken an und schaute mitleidig auf die Dame in kurzen Hosen mit Spaghetti Shirt. Die Landschaft erinnert sehr an Norwegen, nur eben größer. Wir haben bis auf Wale alles gesehen, was das Herz begehrt. Seelöwen, riesige Fischotter, eine Art Papageientaucher(Puffins) Weißkopfseeadler und natürlich Gletscher. Und als wir müde wieder am Wohnmobil ankamen…. Konnten wir das Slide out nicht mehr reinbewegen. Und können somit auch nicht fahren. Super. Wenn’s läuft….Es sind auch nur noch 1.334 km bis nach Whitehorse. Die Hotline meldet sich morgen früh…Wenigstens haben wir hier internet und was Essbares.

    Nachdem ich erstmal Abendessen gemacht habe klappt es dann doch noch. Nun fahren wir es nicht mehr aus. Mal sehen was morgen die Hotline sagt. Zumindest können wir fahren. Alaska ist übrigens trotzdem toll ;-))










    Glenellan / TOK
    Weiter geht unsere Fahrt Richtung Tok. Wir fahren am riesigen Gebirge Wrangell Mountains mit dem höchsten Berg Mt. Blackburn (4.995 m) längs und halten wieder in fast jeder Parkbucht an. Gegen Mittag gibt’s dann einfach gebratenen Speck mit Eiern, wobei ich immer einen Blick auf die Büsche in der Nähe habe, ob da nicht plötzlich Meister Petz um die Ecke kommt, weil es so gut riecht. Dann fahren wir weiter. Da wir ja eine Zeitverschiebung von – 10 Stunden haben stellte ich Sönke mal vorsorglich die Frage, ob er nach Deutschland Zeit oder nach Alaska Zeit Geburtstag hat. Ziemlich entrüstet antwortete er: Deutschland natürlich. Also fing ich an zu rechnen und hielt heute pünktlich um 14 h am Straßenrand an mit der Begründung : “ich muss mal". Ich gebe zu, ich habe auch noch nie im Wohnmobil auf dem Klodeckel den Geburtstagskuchen mit Kerzen dekoriert, angezündet und die Luftballons aufgepustet. Als ich dann wieder raus kam und mein Geburtstagsständchen trällerte war Sönke völlig irritiert. „ Ich hab doch erst morgen Geburtstag". Ne, nach unserer Zeit ist heute morgen. Er war ganz gerührt. Dann haben wir die Fahrt fortgesetzt.
    Kurz vor Tok schepperte es plötzlich. Irgendwas war runter gefallen. Aber was ? Unser slide out löst sich nun auch von innen auf. Eine Blende hatte sich gelöst und war runtergekracht. Keine Verletzten 


    GRENZERFAHRUNG
    Seinen 59. Geburtstag feiert sicher nicht jeder an einem so exorbitanten Ort. Durch die Zeitverschiebung wurde das Ereignis auch noch zehn Stunden vorverlegt. Quasi jedenfalls. Und als es heute Zeit zum Aufstehen war, erwarteten mich ungeahnt viele Whatsapp-Nachrichten. Danke dafür. Auch eure Glückwünsche ließen diesen Tag besonders werden. Beim Grenzübertritt nach Yukon geschah das Unfassbare: Die Uhren in Kanada werden um eine Stunde vorgestellt. Ich alterte innerhalb einer Sekunde um eine ganze Stunde. Nee Leute, in meinem Alter ist das eine ganz niederträchtige Sache.
    Gleichwohl: Die 90 Meilen von Tok zur Staatsgrenze nach Kanada waren wieder mega sehenswert. Und das Wetter ließ keine Wünsche offen. Schaut euch die Bilder an. Nach ein paar Kilometern – ja, hier wird in KM gerechnet und der Sprit wieder in Liter verkauft – fanden wir in Bear Creek einen RV-Park zur Übernachtung. Da bleiben wir jetzt. Gute Nacht, bis morgen.

    kalben

    Und weiter geht's ostwärts, Whitehorse entgegen. Wir fahren auf dem kanadischen Teil des Alaska-Highways und genießen die Landschaft. Zwischen den Bergen hindurch führt die Strecke, die auch auf kanadischer Seite den Namen Highway nicht verdient. Es ist als wenn man an Schildern mit dem Hinweis BAB A7 folgt, aber tatsächlich eine Nebenstrecke zwischen Bönebüttel und Bokhorst benutzt bei zeitgleich stattfindenden Straßenarbeiten. Nur eben größer, weiter und staubiger. Zugegeben, nirgends in der Republik finden wir ein derart beeindruckendes Panorama! Seht die Bilder, sie sprechen wieder mal für sich.
    Wir stehen jetzt auf einem RV-Park direkt am Kluane Lake, einem riesigen See mit – was wohl – Bergen drumrum. Hinter uns türmt sich das Kluane Massiv auf mit zum Teil schneebedeckten Gipfeln. Als sich plötzlich eine weiße Wand vom Berg Richtung See in Bewegung setzte, fing das Rätselraten los. Erklärungsversuche: Es regnet sehr stark. Nein, da brennt es. Ach was, die Staubwolke kommt von der miesen Straße. Der Campground-Besitzer wusste es besser. Die globale Erwärmung sorgt für immer öfter auftretendes Kalben des nahe Gletschers. Die sich bildende Eisgischt breitet sich aus wie „The Fog, Nebel des Grauens“. Seht selbst! Wir haben beschlossen, zwei Tage zu bleiben auf unserem Stellplatz direkt am Ufer des Kluane Lake. Chillen ist angesagt,

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    CLOSED
    Wir beschlossen, zwei Tage direkt am Ufer des Kluane Lake zu bleiben. Chillen war angesagt. Wenn auch der Himmel blau war, so wehte der Wind frisch bis stark über den See und brachte einen beachtlichen Wellengang. Aber dieses Panorama – geil! Heute ist Samstag. Es geht dem letzten Etappenziel unserer Reise entgegen, dem Weißen Rösserl. Sorry, Whitehorse. Als wir den Cottonwood-Park verließen, hatte sich der Besitzer schon auf das Saisonende heute eingerichtet. CLOSED! Hinter uns wurde der Schlagbaum bis zum Start im Frühjahr 2019 geschlossen. Irgendwie war das ein Signal auch für unsere Tour. Aber auch die schönste Zeit geht bekanntlich mal zu Ende. Die verbleibenden rund 230 km bis Whitehorse, dem Start unserer Yukon-Alaska-Tour, verteilen wir auf Samstag und Sonntag. Ein wenig entnervt schaut Angela durchaus, wenn ich mal wieder stoppe, um ein Foto zu schießen von dieser sagenhaften Landschaft. Langsam kehrt hier aber auch der Indian Summer ein. Dieses Farbenspiel lässt erahnen, wie die Natur hier im tiefen Herbst aussieht. Das wäre vielleicht ein Grund für eine nochmalige Tour. Wer weiß?



    HÄUPTLING SPICY MEAT (scharfes Fleisch)
    3500 Kilometer sind es am Schluss unserer Reise. In Whitehorse starteten wir, in Whitehorse sind wir wieder angekommen. Nicht alles lief wie geplant, nicht alles reibungslos. Und von Überraschungen, ihr habt es gelesen, blieben wir auch nicht verschont. Aber insgesamt war es einfach riesig. Great, so formuliert es der Nordamerikaner kurz und schmerzlos. Lasst uns man erstmal nach Hause kommen. Gut 1000 Fotos warten auf Ihre Sichtung. Und zu jedem gibt es eine Story.
    Die letzten gut 170 km auf dem ost-west verlaufenen Kanada Highway 1 wurden wir von Wolken und Regen begleitet. Trotzdem blieb Zeit für Fotos. An der alten Holzbrücke stockte kurz der Atem: Sollten wir diesen Weg nehmen? Was früher klappte, wird heute nicht schief gehen. Oder? An dem Ort wurde auf den Hwy 1 als südliche Begrenzung des Bison-Gebiets hingewiesen. Ein leckeres Bison-Steak zum Schluss!? Der alte Häuptling Spicy Meat (Scharfes Schnitzel) schüttelte wohlwollend, aber unmissverständlich sein von der Sonne gegerbtes Gesicht: Lasst es, Greenhorns! Euer rollendes Tipi ist für keinen Millimeter geländegängig. Tja, so kam es, dass wir nicht nur auf Elchfleisch, auf Karibu und Bär, sondern auch auf Bison als Mitbringsel verzichten müssen. Von entsprechenden Anfragen bitten wir abzusehen.
    Auch die in Alaska beim Kauf von Kaffee und Toast erworbenen Firearms mussten wir beim freundlichen Grenzposten abgeben. Blieb also nur wieder Platz für die langweiligen Reisegeschenke.
    Angela fängt an, die Koffer für den Flug morgen zu füllen. Keine Chance mehr auf kurzweilige Berichterstattung. Was soll's, wir brauchen ja auch noch Geschichten für den Plausch über den Gartenzaun. Bis bald in Deutschland.








    ENDE EINER TRAUMHAFTEN REISE


    HUMMI








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